Die Justizvollzugsanstalt Rosdorf ist der Ersatzbau für die Abteilung Göttingen.
Die Abteilung Göttingen entspricht sowohl von der Baulichkeit als auch von der Belegungskapazität her nicht mehr den vollzuglichen Erfordernissen. Wegen ihres baulichen Zustandes kann - auch nicht mit besonderen Um- und Ausbesserungsarbeiten - der Zustand erreicht werden, der erforderlich ist, eine ausreichend sichere und angemessene Unterbringung von allen Untersuchungsgefangenen und Inhaftierten des geschlossenen Vollzuges zu gewährleisten, die im Südniedersächsischen Raum aufzunehmen sind; bisher werden diese besonders sicher unterzubringenden Gefangenen in weiter entfernten Anstalten einquartiert. Des Weiteren sind die niedersächsischen geschlossenen Strafanstalten so stark überbelegt, dass über die zu ersetzenden 58 Plätze der JVA Göttingen weitere Haftplätze zu schaffen sind.
Aus diesem Grunde wurde in der Gemeinde Rosdorf (am Stadtrand von Göttingen) eine Anstalt für insgesamt 318 Gefangene gebaut, die nach den neuesten Sicherheitsstandards konzipiert ist. Sie ist im Jahre 2007 bezugsfertig geworden.